Junge SVP Schaffhausen

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 Argumente zur «Initiative zur Lockerung der Polizeistunde»


Anlässlich der Pressekonferenz zur Initiativ-Übergabe äusserten sich Andreas Gnädinger, Daniel Preisig und Dominik Schlatter zur Bedeutung der Initiative. Nachstehend lesen Sie die interessantesten Ausschnitte aus den Reden.


 Worte von Andreas Gnädinger

Attraktivierung von Schaffhausen auf allen Ebenen!


Klar festgehalten werden muss anfänglich, dass dies kein Werk ausgangshungriger Teenagern ist. Nein. Diese Initiative hat einen fundierten Hintergrund darin, dass die Junge SVP SH ein langfristiges Ziel im Sinne eines Gesamtprojektes verfolgt: Nämlich die Attraktivierung von Schaffhausen auf allen Ebenen!

Diese Attraktivierung ist dringend nötig. Es kann nicht sein, dass sich die halbe Schweiz über Schaffhausen mit Titel wie «Schlafhausen» lustig macht! Dem muss aktiv entgegengetreten werden. Ein nur passives Zurücknehmen der begangenen Fehlhandlungen, die in einer wohl nicht sehr lichten Stunde ausgeheckt wurden, genügt nicht.

Die Lockerung der Polizeistunde passt in ein Gesamtkonzept. Sie ist nur ein Schritt auf dem Weg der Attraktivierung von Schaffhausen. Es werden mit Bestimmtheit noch mehr solcher Vorstösse unsererseits hinzukommen.
Wieso das? Ganz einfach: Wir Jungen wollen in Schaffhausen bleiben, wollen aber auch unsere Zukunft hier gestalten und diese Zukunft vor allem lebenswert halten. Sollte diese Mitgestaltung in jedem Belang zurückgewiesen werden, können wir, die Jungen, in Schaffhausen keine positive Zukunft gestalten. Dann müssten wir zwangsweise die Konsequenzen ziehen und eine genehmere Gegend suchen.

Dies würde dann aber auch Konsequenzen für die älteren Bevölkerungsschichten mit sich bringen! Schaffhausen würde ohne die jüngere Bevölkerungsschicht vollends zur Provinz deklassiert mit all seinen negativen Folgen. Wollen wir das? Diese Frage muss man sich vor allem stellen, wenn man sieht, dass Schaffhausen sonst schon in allen Statistiken im biederen Mittelfeld geführt wird. Sind wir mit diesem Mittelmass schon zufrieden?

Dies klingt nach harten Worten. Es sind auch harte Worte! Doch man muss sich im Klaren sein, dass in einer solch' auf die defensive bedachten Stimmung harte Worte gefolgt von Taten gefragt sind. Dies haben wir nun getan! Unserer Meinung nach ist der richtige Weg für Schaffhausen jener des Selbstbewusstseins, des Fortschritts und der Bürgerfreundlichkeit!

Fangen wir doch heute oder besser noch bei der Abstimmung an, an diesem Positivimage zu bauen. Es lohnt sich!

Andreas Gnädinger
Parteipräsident Junge SVP SH

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 Worte von Daniel Preisig

Schaffhausen braucht Treffpunkte!


Ich möchte in einem hypothetischen Beispiel etwas näher darauf eingehen, was die Polizeistunde für typischen Schaffhauser Jugendlichen bedeutet, nennen wir ihn Bruno Schaffhauser.

Nun, was macht Bruno, wenn der Stadtradt die Polizeistunde früher ansetzt? Es ist ein Irrglaube, zu denken, er ginge brav ins Bett. Nein, er setzt sich ins Auto und fährt in die Ausgangszentren von Zürich, Winterthur oder Singen. Dort wird in meist total anonymer Atmosphäre bis in die frühen Morgenstunden abgetanzt. Die weite Fahrt ist nicht nur ökologisch fragwürdig, sie birgt auch eine nicht unerhebliche Unfallgefahr, wenn Bruno Schaffhauser sich im Morgengrauen übermüdet und vielleicht auch nicht ganz nüchtern ans Steuer setzt!

In welche schrägen Szenen unser Bruno Schaffhauser in Zürich oder sonstwo kommen könnte, ist die eine Seite. Auf der andern Seite verpasst er den gesellschaftlichen Anschluss zu Hause. Ein funktionierendes gesellschaftliches Zusammenleben erfordert Treffpunkte. Denn Schaffhausen soll ja nicht nur Arbeiten und Schlafen bedeuten. Ein vielfältiges Freizeitangebot gehört auch zur Lebensqualität und ist die Grundlage für ein gesundes gesellschaftliches Zusammenleben. Die Förderung des sozialen Gefüges am Wohnort ist in Zeiten, wo viele Vereine über Nachwuchsmangel klagen, ein besonders wichtiges Thema und sollte uns am Herzen liegen.

Unser Bruno Schaffhauser würde und sollte also am liebsten dort ausgehen, wo er auch wohnt und wo er von klein auf Leute kennengelernt hat: Nämlich in Schaffhausen. In der schönen Altstadt oder andern grösseren Gemeinden trifft man und frau sich. Die Stadt hat dabei Zentrumsfunktion - und das nicht nur bis halb Sieben! Dass sich beim Freizeitvergnügen die benachbarten Anwohner gestört fühlen, ist verständlich. Im Rahmen vom Abstimmungskampf unserer Initiative wird dieses Thema mit Sicherheit heftig diskutiert werden. Wir werden uns dem nicht verschliessen und den Dialog mit den Altstadtbewohnern und den Lokalbetreibern suchen, um neue Lösungen zu finden. Wichtig ist dabei, dass es keinen Kampf Jung gegen Alt gibt und auch die Mutter und Grossmutter von Bruno Freude an der neuen Polizeistundenregelung finden.

Daniel Preisig
Kampagnenleitung Junge SVP SH

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 Worte von Dominik Schlatter

Schaffhausen: Provinz mit hohen Steuern?


Vor noch nicht all zu langer Zeit wurde dem Wohnortmarketing des Kantons Schaffhausen ein Betrag in Millionenhöhe gesprochen. Geworben wird mit hoher Wohnqualität - die Steuerbelastung drängt man ja lieber in den Hintergrund - den schönen Umgebungen wie das Naherholungsgebiet Randen, dem Rhein und natürlich nicht zu vergessen dem Rheinfall. Insbesondere aber mit ruhigen Wohnlagen. Unserer Meinung nach alles unbestritten.

Die "Zentrumsfunktion der Stadt Schaffhausen" wird ebenfalls gross geschrieben. Doch was beinhaltet diese sogenannte Zentrumsfunktion? Beim genaueren Betrachten der Situation kommt man zum Schluss, dass diese hoch propagierte Zentrumsfunktion gar nicht oder nur spärlich vorhanden ist! Die Zentrumsfunktion der Stadt Schaffhausen beschränkt sich nämlich ausschliesslich auf ein wenig bessere Einkaufsmöglichkeiten als es sie in den meisten grösseren Gemeinden des Kantons ebenfalls gibt, sowie einem Bus- und Bahnhof. Die Auswahl an gesellschaftlichen Anlässen, Freizeitangeboten und besonders die Ausgangsmöglichkeiten sind rar. Dadurch klebt an unserem Kanton, und besonders an der Stadt Schaffhausen, das konservative Provinzimage! Noch schlimmer, ein Provinzimage mit hohen Steuern!

Einerseits belastet dieses Image unsere Tourismusförderung, andererseits die eigene Bevölkerung. Zum Tourismus: Es reicht nicht, unseren geschätzten Besuchern eine intakte Landschaft mit lauschigen Wanderwegen zu präsentieren, wenn der Eindruck bleibt, abends wäre die Stadt Schaffhausen eine ausgestorbene Geisterstadt.

Dasselbe empfindet besonders die junge und jung gebliebe Bevölkerung unseres Kantons. Die stetige Abwanderung junger Steuerzahler oder Familien mit Kindern und Jugendlichen ist so auf gar keinen Fall zu bremsen. Der Kanton Schaffhausen überaltert. Dies ist nicht in unserem Sinn. Besonders den jungen, künftigen Steuerzahlern wollen wir Sorge tragen. Gefordert sind attraktive Rahmenbedingungen für den Kanton Schaffhausen. Die Polizeistunde zu lockern ist ein erster Schritt.

Dominik Schlatter
2. Vizepräsident Junge SVP SH

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