| Argumente
zur «Initiative zur Lockerung der Polizeistunde» |
| Worte
von Andreas Gnädinger |
Attraktivierung von Schaffhausen auf allen Ebenen!
Klar festgehalten werden muss anfänglich, dass dies kein
Werk ausgangshungriger Teenagern ist. Nein. Diese Initiative
hat einen fundierten Hintergrund darin, dass die Junge SVP SH
ein langfristiges Ziel im Sinne eines Gesamtprojektes verfolgt:
Nämlich die Attraktivierung von Schaffhausen auf allen
Ebenen!
Diese Attraktivierung ist dringend nötig. Es kann nicht
sein, dass sich die halbe Schweiz über Schaffhausen mit
Titel wie «Schlafhausen» lustig macht! Dem muss
aktiv entgegengetreten werden. Ein nur passives Zurücknehmen
der begangenen Fehlhandlungen, die in einer wohl nicht sehr
lichten Stunde ausgeheckt wurden, genügt nicht.
Die Lockerung der Polizeistunde passt in ein Gesamtkonzept.
Sie ist nur ein Schritt auf dem Weg der Attraktivierung von
Schaffhausen. Es werden mit Bestimmtheit noch mehr solcher Vorstösse
unsererseits hinzukommen.
Wieso das? Ganz einfach: Wir Jungen wollen in Schaffhausen bleiben,
wollen aber auch unsere Zukunft hier gestalten und diese Zukunft
vor allem lebenswert halten. Sollte diese Mitgestaltung in jedem
Belang zurückgewiesen werden, können wir, die Jungen,
in Schaffhausen keine positive Zukunft gestalten. Dann müssten
wir zwangsweise die Konsequenzen ziehen und eine genehmere Gegend
suchen.
Dies würde dann aber auch Konsequenzen für die älteren
Bevölkerungsschichten mit sich bringen! Schaffhausen würde
ohne die jüngere Bevölkerungsschicht vollends zur
Provinz deklassiert mit all seinen negativen Folgen. Wollen
wir das? Diese Frage muss man sich vor allem stellen, wenn man
sieht, dass Schaffhausen sonst schon in allen Statistiken im
biederen Mittelfeld geführt wird. Sind wir mit diesem Mittelmass
schon zufrieden?
Dies klingt nach harten Worten. Es sind auch harte Worte! Doch
man muss sich im Klaren sein, dass in einer solch' auf die defensive
bedachten Stimmung harte Worte gefolgt von Taten gefragt sind.
Dies haben wir nun getan! Unserer Meinung nach ist der richtige
Weg für Schaffhausen jener des Selbstbewusstseins, des
Fortschritts und der Bürgerfreundlichkeit!
Fangen wir doch heute oder besser noch bei der Abstimmung an,
an diesem Positivimage zu bauen. Es lohnt sich! |
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Andreas Gnädinger
Parteipräsident Junge SVP SH |
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Schaffhausen braucht Treffpunkte!
Ich möchte in einem hypothetischen Beispiel etwas näher
darauf eingehen, was die Polizeistunde für typischen Schaffhauser
Jugendlichen bedeutet, nennen wir ihn Bruno Schaffhauser.
Nun, was macht Bruno, wenn der Stadtradt die Polizeistunde früher
ansetzt? Es ist ein Irrglaube, zu denken, er ginge brav ins
Bett. Nein, er setzt sich ins Auto und fährt in die Ausgangszentren
von Zürich, Winterthur oder Singen. Dort wird in meist
total anonymer Atmosphäre bis in die frühen Morgenstunden
abgetanzt. Die weite Fahrt ist nicht nur ökologisch fragwürdig,
sie birgt auch eine nicht unerhebliche Unfallgefahr, wenn Bruno
Schaffhauser sich im Morgengrauen übermüdet und vielleicht
auch nicht ganz nüchtern ans Steuer setzt!
In welche schrägen Szenen unser Bruno Schaffhauser in Zürich
oder sonstwo kommen könnte, ist die eine Seite. Auf der
andern Seite verpasst er den gesellschaftlichen Anschluss zu
Hause. Ein funktionierendes gesellschaftliches Zusammenleben
erfordert Treffpunkte. Denn Schaffhausen soll ja nicht nur Arbeiten
und Schlafen bedeuten. Ein vielfältiges Freizeitangebot
gehört auch zur Lebensqualität und ist die Grundlage
für ein gesundes gesellschaftliches Zusammenleben. Die
Förderung des sozialen Gefüges am Wohnort ist in Zeiten,
wo viele Vereine über Nachwuchsmangel klagen, ein besonders
wichtiges Thema und sollte uns am Herzen liegen.
Unser Bruno Schaffhauser würde und sollte also am liebsten
dort ausgehen, wo er auch wohnt und wo er von klein auf Leute
kennengelernt hat: Nämlich in Schaffhausen. In der schönen
Altstadt oder andern grösseren Gemeinden trifft man und
frau sich. Die Stadt hat dabei Zentrumsfunktion - und das nicht
nur bis halb Sieben! Dass sich beim Freizeitvergnügen die
benachbarten Anwohner gestört fühlen, ist verständlich.
Im Rahmen vom Abstimmungskampf unserer Initiative wird dieses
Thema mit Sicherheit heftig diskutiert werden. Wir werden uns
dem nicht verschliessen und den Dialog mit den Altstadtbewohnern
und den Lokalbetreibern suchen, um neue Lösungen zu finden.
Wichtig ist dabei, dass es keinen Kampf Jung gegen Alt gibt
und auch die Mutter und Grossmutter von Bruno Freude an der
neuen Polizeistundenregelung finden.
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Daniel Preisig
Kampagnenleitung Junge SVP SH |
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| Worte
von Dominik Schlatter |
Schaffhausen: Provinz mit hohen Steuern?
Vor noch nicht all zu langer Zeit wurde dem Wohnortmarketing
des Kantons Schaffhausen ein Betrag in Millionenhöhe gesprochen.
Geworben wird mit hoher Wohnqualität - die Steuerbelastung drängt
man ja lieber in den Hintergrund - den schönen Umgebungen wie
das Naherholungsgebiet Randen, dem Rhein und natürlich nicht
zu vergessen dem Rheinfall. Insbesondere aber mit ruhigen Wohnlagen.
Unserer Meinung nach alles unbestritten.
Die "Zentrumsfunktion der Stadt Schaffhausen" wird ebenfalls
gross geschrieben. Doch was beinhaltet diese sogenannte Zentrumsfunktion?
Beim genaueren Betrachten der Situation kommt man zum Schluss,
dass diese hoch propagierte Zentrumsfunktion gar nicht oder
nur spärlich vorhanden ist! Die Zentrumsfunktion der Stadt Schaffhausen
beschränkt sich nämlich ausschliesslich auf ein wenig bessere
Einkaufsmöglichkeiten als es sie in den meisten grösseren Gemeinden
des Kantons ebenfalls gibt, sowie einem Bus- und Bahnhof. Die
Auswahl an gesellschaftlichen Anlässen, Freizeitangeboten und
besonders die Ausgangsmöglichkeiten sind rar. Dadurch klebt
an unserem Kanton, und besonders an der Stadt Schaffhausen,
das konservative Provinzimage! Noch schlimmer, ein Provinzimage
mit hohen Steuern!
Einerseits belastet dieses Image unsere Tourismusförderung,
andererseits die eigene Bevölkerung. Zum Tourismus: Es reicht
nicht, unseren geschätzten Besuchern eine intakte Landschaft
mit lauschigen Wanderwegen zu präsentieren, wenn der Eindruck
bleibt, abends wäre die Stadt Schaffhausen eine ausgestorbene
Geisterstadt.
Dasselbe empfindet besonders die junge und jung gebliebe Bevölkerung
unseres Kantons. Die stetige Abwanderung junger Steuerzahler
oder Familien mit Kindern und Jugendlichen ist so auf gar keinen
Fall zu bremsen. Der Kanton Schaffhausen überaltert. Dies ist
nicht in unserem Sinn. Besonders den jungen, künftigen Steuerzahlern
wollen wir Sorge tragen. Gefordert sind attraktive Rahmenbedingungen
für den Kanton Schaffhausen. Die Polizeistunde zu lockern ist
ein erster Schritt. |
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Dominik Schlatter
2. Vizepräsident Junge SVP SH |
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