Junge SVP fordert Abschaffung der Polizeistunde
Die Junge SVP Stadt Schaffhausen zeigt sich überrascht
vom Entscheid des Stadtrates, die Polizeistundenverlängerungen
auf 02:00 Uhr vorzuverlegen und insbesondere dessen rasche Anwendung.
Diese Massnahme steht völlig quer zum schweizerischen Trend.
Das Unterhaltungsangebot im Zentrum - insbesondere in einem Stadtkanton
- ist unabdingbar für den gesellschaftlichen Austausch und
darf nicht mit solchen absurden Beschlüsse torpediert werden.
Die Ausgehmöglichkeiten können schon heute nicht mehr
genügen. Sein Ausgehleben in den Nachbarkantonen zu konsumieren
wird zunehmen, inklusive der hiesigen wirtschaftlichen Einbussen
für das regionale Gewerbe.
Grundsätzlich sind wir gleicher Meinung wie
der Stadtrat, dass der sogenannte "Gassenterror" in diesem
Bereich nichts zu suchen hat. Seine Massnahme bewirkt jedoch genau
das Gegenteil! Dass sich die Ausgehzeiten weiter in die Nachtstunden
verschoben haben, ist eine Tatsache. Eine Schliessung um zwei Uhr
Nachts und das "rauswerfen" der Gäste bringt genau
diese Aggressionen hervor und ist Auslöser der Gewalt. Die
Abschaffung der Polizeistunde mit gleichzeitiger massiver Verschärfung
der Möglichkeiten strafrechtlicher Ahndung von Gewalttätigen
bringt genau die gewünschte Beruhigung und eine Verteilung
des Gästeaufkommens beim Verlassen der Lokale. Die jetzige
Situation der Polizeipräsenz in Kampfanzügen macht die
Verwaltung völlig lächerlich. Zudem sollten Angebotsbestrebungen
ausserhalb des Stadtzentrums nicht behindert, sondern endlich gefördert
werden. Mit der Vorverlegung der Polizeistunde werden Jungorganisatoren
sicherlich nicht motiviert!
Aufgrund der zahlreichen Reaktionen bildete die
Junge SVP Stadt Schaffhausen eine Arbeitsgruppe, welche sich mit
diesem Thema befassen. Es wird geprüft, gegen den Beschluss
des Stadtrates Rekurs einzulegen.
07.06.2002 / jsvp
  
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