Junge SVP lehnt Energiegesetz ab.
Parolenfassungen zu den Abstimmungsvorlagen vom 9.
Februar 2003
Die Junge SVP des Kantons Schaffhausen fasste anlässlich
ihrer Mitgliederversammlung in Opfertshofen ihre Parolen zu den
kantonalen und eidgenössischen Vorlagen vom 9. Februar. Besonders
debattiert wurde über das kantonale Energiegesetz.
Klares Nein zum Energiegesetz
In einem Einführungsreferat wies Vizepräsident Dominik Schlatter,
Schaffhausen, auf verschiedene Mängel hin. Nach der Konsensdebatte
im Grossen Rat wird nun ein völlig zahnloses Gesetz vorgelegt, welches
einen erheblichen Mehraufwand zur Folge hätte. Die anwesenden Mitglieder
begrüssten den Grundgedanke, erneuerbare Energien zu fördern sind
aber der Auffassung, dass eine Quotenregelung nicht der richtige
Weg ist. Als Gefährlich bezeichnet die Junge SVP des Kantons Schaffhausen
die finanziellen Folgen des Gesetzes. Dieses schreibt jährliche
Ausgaben von mindestens Fr. 300'000.- zur Förderung von Projekten
vor, unbeachtet dessen, ob solche auch vorliegen. Zudem würden solche
undefinierte Ausgabenposten in der jährlichen Budgetdebatte zu langwierigen
Diskussionen führen. Die Nein-Parole wurde einstimmig gefasst.
Ja zu kantonalen Beiträgen, Stimmfreigabe
bei "allgemeiner Volksinitiative"
Einstimmig wurde die Ja-Parole zu den kantonalen Beiträgen an Spitalbehandlungen
der obligatorisch versicherten Leistungen von Halbprivat- und Privatpatienten
gefasst. Es ist ein Gebot der Gerechtigkeit, dass in subventionierten
Spitälern kantonale Beiträge an Leistungen aus dem Grundkatalog
an alle Patientinnen und Patienten gesprochen werden.
Stimmfreigabe wurde zum neuen Volksrecht "allgemeine Volksinitiative"
beschlossen. Einerseits begrüsst die kantonale Partei jegliche Erweiterungen
der Volksrechte. Die vorliegende Änderung würde aber trotz hohem
Aufwand für die Initianten dem Parlament die Möglichkeit einräumen
selbst zu entscheiden, ob eine Verfassungs- oder Gesetzesänderung
ausgearbeitet wird.
19.01.2003 / jsvp
  
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